BartnelkenNicht nur schön in Bauerngärten.

Die Bartnelke gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Ihr lateinischer Name lautet (Dianthus barbatus) und sie wird zu den Samenpflanzen gezählt.

Man findet diese ausgesprochen schöne Pflanze nicht nur in unseren Breitengraden , sondern auch in Südosteuropa und sogar bis hin nach Asien. In freier Natur gedeiht sie sehr üppig in den Gebirgen Mitteleuropas.

FedernelkeDie Federnelke (Dianthus plumarius) ist auch bekannt unter dem Namen Steingartennelke. Sie gehört zur Gattung der Nelken (Dianthus). Die Federnelke ist eine sich schnell ausbreitende, krautige Pflanze, die ein Polster bildet. Sie ist mehrjährig und dabei winterhart. Schutzmaßnahmen gegen den Frost sind nicht erforderlich. Die Aussaat kann schon früh im Jahr, ab etwa Februar, erfolgen. Die Vermehrung durch Teilung ist im späten Herbst (ab etwa Oktober) günstig. Die Blütezeit ist von der Unterart und vom Standort der Pflanze abhängig. Einige Unterarten blühen in den Monaten Juni bis August, andere wiederum bereits ab April. Die Federnelke ist eine sehr nektarreiche Pflanze, die durch zumeist Schmetterlinge bestäubt wird.

Die intensiv duftenden Blüten sind entweder weiß oder treten in verschiedenen rosa Schattierungen auf. Auch zweifarbige Blüten sind keine Seltenheit. Die Federnelke verdankt ihren Namen ihren tief geschlitzten oder gesägten, federartigen Blütenblättern. Die Blüten sitzen einzeln oder zu zweit (selten auch zu fünft) auf langen, einjährigen Blütenstängeln, die gerade aus dem immergrünen Laubpolster ragen. Wie alle Nelkenarten gehören auch die Blüten der Federnelke zu den sogenannten Stieltellerblumen.

Die Federnelke erreicht eine Wuchshöhe von etwa 20 bis maximal 40 Zentimeter. Ihre schmalen, lanzettenartigen Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind etwa drei bis sechs Zentimeter lang und haben einen gut erkennbaren Mittelnerv. Die Laubblätter und die nahezu vierkantigen Stängel der Pflanze haben eine blau-grüne Farbe.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Federnelke ist Österreich – genauer gesagt die Ostalpen und deren Ausläufer. Sie ist vor allem dort zu finden, wo auch der Alpen-Pestwurz wächst. Die Federnelke benötigt einen trocknen, kalkhaltigen Boden mit einem hohen Sand- und Lehmanteil. Sie bevorzugt einen sonnigen Standort und gedeiht auch in großen Höhen bis etwa 2000 Meter. In anderen Gebieten (beispielsweise in Deutschland) ist die Federnelke außerhalb von Gärten nur als verwilderte Kulturpflanze anzutreffen. Die zunehmend beliebte Kulturpflanze gedeiht sehr gut in sonnigen Stein- oder Trockengärten und lockt mit ihren duftenden Blütenteppichen zahlreiche Insekten an.

Heide-NelkeDie Heide-Nelke trägt den botanischen Namen Dianthus deltoides. Diese Pflanze gehört zu den Nelkengewächsen und ist auch als „Lüneburger Heide“ bekannt. Diese schöne etwas trittfeste Pflanze ist in Deutschland nur in bestimmten Gegenden anzutreffen. Die Heide-Nelke liebt trockenen bis sandigen Boden, mit schwachem Säuregehalt und wenig Kalk. Sandige Landschaften und Böschungen, Magerwiesen und sonnige Heidelandschaften sind ihre Heimat. Diesem Bodendecker wird man in höheren Lagen über 1000m kaum begegnen.

Kuckucks-LichtnelkeDie Kuckucks-Lichtnelke ist eine bis zu 90 cm hoch werdende, wild wachsende Nelkenart. Ihren volkstümlichen Namen erhielt sie von den häufig der Pflanze anhaftenden, „Kuckucksspucke“ genannten Schaumgebilden. Diese haben jedoch nichts mit dem Vogel Kuckuck zu tun, sondern sind die Schutznester der Schaumzikade, einer Grillenart, die sich so vor Feinden schützt. Eine andere Überlieferung betrachtet „Kuckuck“ als Synonym für den Teufel und seine Spießgesellen, wie Hexen, Dämonen und Kobolde. Der eigentliche Volksname für die Kuckucks-Lichtnelke wäre demnach „Teufels-Lichtnelke“ oder „Hexen-Lichtnelke“.

PechnelkeDie Pechnelke ist eine robuste, genügsame Staudenpflanze, die rosarot blüht und einen trockenen Standort bevorzugt.

Die Pechnelke gedeiht und blüht auf kärgsten Böden, sogar in Felsspalten. Ihr Vorkommen ist ein Indikator für kalkhaltige Böden. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, wächst sie heute auch in Deutschland sowie im eurasischen und amerikanischen Raum. Allerdings nur selten in freier Natur. Sie erfreut sich dank der ihr zugeschriebenen positiven Wirkung als Beisaat für verschiedene Zier- und Nutzgärten wachsender Beliebtheit.

Die Pechnelke gehört zur Gattung der Pechnelken, zur Familie der Nelkengewächse und wird „Gemeine Pechnelke“ (Lynchis Viscaria, Viscaria Vulgaris), auch Silene Viscaria oder „Klebnelke“ genannt. Sie gehört zur Klasse der zweikeimblättrigen Samenpflanzen.

PechnelkeDie Pechnelke wird 40-70 cm hoch. Sie trägt schmale, dunkelgrüne glatte Blätter von 2-4 cm Länge. Die Blüten sind rosafarben bis dunkelrot und bestehen aus einem gerippten Kelch mit 10 Nerven, 10 Stabblättern und 5 Griffeln. Die dunklen Samenkörner sind nur 0,5 mm groß. Der Name „Klebnelke“ stammt vom klebrig-haarigen Teil der Knoten. Hier findet man dunkle Leimringe. Es wird vermutet, dass diese Ringe die Blüten vor krabbelnden Insekten schützen sollen.

Die Pechnelke blüht von Mai bis Juni.

PechnelkeIm Mittelmeerraum erkannte man bereits vor Jahrhunderten, das Nutzpflanzen mehr Früchte trugen, wenn Pechnelken in der Nähe der Kultur wuchsen. Aus den Samen stellten Mönche ein Pulver her, mit dem Saatgut versetzt wurde, was die Ernteerträge um bis zu 30% verbesserte. Das Institut für landwirtschaftliche Botanik der Universität Bonn untersuchte dieses Phänomen und belegte die These am Beispiel von Reispflanzen. Es wird vermutet, dass ein spezielles Hormon für die positive Wirkung auf das Immunsystem anderer Pflanzen verantwortlich ist. In China existiert eine großflächige Versuchsreihe mit Pechnelkenextrakt als Saat-Zusatz in der Landwirtschaft. Der relativ hohe Saponingehalt der Pechnelke entfaltet kaum Giftwirkung und wurde bisher noch nicht erforscht.

leider kein BildDianthus suberbus, wie der botanische Name der Prachtnelke lautet, gehört zwar zur Gattung der Nelkengewächse, erinnert aber weder in Aussehen noch ihrem spezifischen Duft an herkömmliche Nelken und gehört zu den gesetzlich geschützten Pflanzenarten in Deutschland. Für den Garten kann sie eine interessante Ergänzung sein und stellt beispielsweise an Gartenteichen einen abwechslungsreichen Blickfang dar.

Rote LichtnelkeDie Rote Lichtnelke ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Höhe zwischen 50 und 100 cm erreichen kann. Ihre roten, verzweigten Blütenstände lassen sie besonders attraktiv erscheinen. In früheren Zeiten haftete der Roten Lichtnelke ein mythischer Charakter an und sie wurde oft mit dem Tod, Kobolden und Teufeln in Verbindung gebracht.

Kleines SeifenkrautBei dem kleinen Seifenkraut handelt es sich um eine einheimische Wildpflanze. Sie ist bodendeckend und breitet sich daher flächendeckend aus. Mit ihren fünfblättrigen Blüten bietet sie in ihrer Blütezeit einen wunderschönen Anblick in freier Natur.

In felsigen Gegenden oder nicht so dicht bewachsenen Wäldern fühlt sich dieses kleine Wildkraut besonders wohl. Deshalb ist es auch u. a. in den Gebirgen Spaniens, in Südfrankreich im Serannes-Gebirge, den Alpen und sogar auf Inseln wie Sardinien und Korsika zu finden. Aufgrund der natürlichen Gewohnheiten befindet sich das kleine Seifenkraut daher auch nur in den südlichen Gefilden Deutschlands.

Große SternmiereDie Große Sternmiere (Stellaria holostea) gehört zu der Familie der Nelkengewächsen (Caryophyllaceae). Sie wird auch als Echte Sternmiere oder Großblütige Sternmiere bezeichnet und ist eine größere Verwandte der Vogelmiere (Stellaria media). Außerdem ist sie eine sehr weit verbreitete Art, welche in Gebüschen und Laubwäldern im Frühjahr blüht.