kein Bild vorhandenZierliche Schönheit!

Die Astlose Graslilie (Anthericum liliago) gehört zur Gattung der Graslilie (Anthericum) und zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae).

In freier Natur ist diese zierliche, wunderschöne Pflanze leider nur noch selten zu finden. Da sie sehr unscheinbar aussieht, ist es auch nicht verwunderlich, wenn man sogar achtlos an ihr vorüber geht, und dabei ist sie es wirklich Wert beachtet zu werden.

Sie zählt zu den Staudengewächsen und ist überwiegend in Mitteleuropa zu finden. Auch in höheren Lagen, bis zu 1800 m kann man sie, wenn man Glück hat, bewundern.

Die Astlose Graslilie erreicht eine Höhe bis etwa 60 cm. Ihrem kahlen, geraden und unverzweigtem Stängel verdankt die Pflanze ihren Namen. An ihm befinden sich sehr dünne, aber lange Blätter.
Von Mai bis Juli entfaltet die Graslilie ihre Blütenpracht. Ihre weißen, sternförmigen Blüten erinnern schon sehr an die Blüten ihrer Verwandten, den uns bekannten Lilien. Oft befinden sich bis zu 20 Blüten an einem Stängel, welche einen sehr süßen und intensiven Duft verströmen. Auch ihr Nektar lockt besonders Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an.

Die Astlose Graslilie ist eine mehrjährige Pflanze, blüht aber erst im zweiten oder im dritten Jahr. Bevorzugt findet man sie an trockenen, sonnigen Plätzen, selten an Waldgebieten.

Möchte man diese Pflanze im heimischen Garten bewundern so ist das nicht sehr schwierig. Sie ist winterhart und lässt sich leicht vermehren. Dies erfolgt einfach durch Teilung oder durch Aussaat. Den Samen bildet die Pflanze nach der Blüte, indem sie kleine Fruchtkapseln ansetzt, welche den Samen enthalten. Im Herbst kann man ihn bereits in Saatschalen aussähen.

Leider gehört diese wunderschöne Lilienart zu den gefährdeten Arten. Ein Grund mehr, sie in einen Naturgarten zu pflanzen. Der Gartenhalter kann sich ihrer nicht nur wegen ihres lieblichen Aussehens erfreuen, sondern auch an ihrem unverkennbaren Duft. Man sollte lediglich darauf achten, dass man sie nicht neben hohen und üppigen Pflanzen setzt, da sie sonst an ihrer Wirkung verliert.

EinbeereDie Einbeere ist eine Pflanzenart, die aufgrund ihrer Anzahl von in der Regel vier Blättern meist als Vierblättrige Einbeere bezeichnet wird.

Die Einbeere ist vor allem in Europa verbreitet, mit Ausnahme der ganz westlichen und südlichen Gebiete Europas, und wächst dort hauptsächlich in krautreichen Laub- und Laubmischwäldern, aber auch in Nadelmischwäldern. Selbst in Gebirgen wie den Alpen kann sie etwa bis zu einer Höhe von 1900 Metern gedeihen. Die Böden müssen dabei feucht und reich an Nährstoffen sein.

SchachbrettblumeDie Schachbrettblume, welche auch unter der lateinischen Bezeichnung „Fritillaria meleagris“, der verkürzten Form Schachblume oder auch Kiebitzei bekannt ist, gehört zu den Stauden- und Zierpflanzen aus der Familie der Liliengewächse.
Weiterhin kann sie in die Gattung Fritillaria unterteilt werden, welche mit mehr als 100 Arten in Europa und der ganzen Nordhalbkugel vorzufinden ist.
In Deutschland hingegen wird die Schachbrettblume maßgebend als Zierpflanze angepflanzt, während ihre Heimat in den Flußauen und grundwasserfeuchten Nasswiesen Süd- und Osteuropas ist. Höhere Lagen oder gar Hochländer werden von dem Kiebitzei nicht angesiedelt.

Türkenbund-LilieDie Türkenbund-Lilie ist aufgrund ihrer auffällig geformten Blüten und der großen Wuchshöhe eine der stattlichsten Lilien in Europa. Da es sie in vielen Farben gibt , sie sehr robust ist und man viele Jahre, zum Teil über 50, Freude an ihr hat, ist sie eine beliebte Gartenpflanze.

In großen Teilen Europas, von Portugal bis in die sibirische Taiga und im Süden vom Balkan bis zum Kaukasus fühlt sich die Türkenbund-Lilie zu Hause. Ferner kommt sie in der Mongolei, in China und in Japan vor. Im Norden und im Westen kommt sie in der Regel seltener vor. In Deutschland findet man sie von der Ebene bis ins Gebirge, im Gebirge ist sie bis zu einer Höhe von 2300 Metern anzutreffen.
Krautreiche Laub- und Nadelwälder, in denen es halbschattig und kühl ist, sind ein beliebter Standort. Der Boden sollte kalkhaltig sein oder aus Urgestein bestehen.
Nur in den Bergen findet man die Türkenbund-Lilie auch in freien Lagen.

Die Türkenbund-Lilie gehört zur Gattung der Lilien. Ihr botanischer Name ist Lilium martagon. Aufgrung ihrer goldgelben Zwiebel wird sie auch Goldapfel, Goldknopf oder Goldwurzl genannt.

Die Türkenbund-Lilie hat eine ovale Zwiebel mit 8 cm Durchmesser. Die Stängel sind kräftig und rund, rotfleckig und haben an ihrem unteren Ende die meisten Blätter. Die Blätter sind 15 cm lang und 5 cm breit, glattrandig und kahl. Die Blüten bestehen aus sechs nach unten und außen gebogenen Blütenhüllblättern. Sie sind so stark nach außen gerollt, dass sich die Spitzen am Stiel treffen, so kommt es zu einer Turbanform der Blüte. Die Blüten können rosa, violett oder hell braunrot sein, sehr selten auch weiß. Sie sind 30 bis 45 mm lang und 6 bis 10 mm breit und haben dunkle Punkte unterschiedlicher Größe. Der Griffel und die Staubblätter ragen weit aus der Blüte heraus. Die Früchte sind dreifächrige Kapseln und enthalten bis zu 100 Samen.

Von Juni bis August blühen in dem reich verzweigten Blütenstand bis zu 16 duftende Blüten. In freien, sonnigen Lagen auch bis zu 20. Die Früchte reifen ab September.

Im Mittelalter wurde die Türkenbund-Lilie für ein Allzweck-Heilmittel gehalten. Heute benutzt man sie zur Behandlung von Hämorrhoiden.

WaldgoldsternDer Waldgoldstern (Gagea lutea), auch Waldgelbstern oder Yellow Star-Of-Bethlehem genannt, gehört zu der Familie der Liliengewächse (Liliacea) und ist sowohl in Europa, als auch in weiten Teilen des asiatischen Kontinents verbreitet. Diese einkeimblättrige Pflanze der Ordnung Liliales bevorzugt Böden, die reich an Nährstoffen und Kalk sind. Der Standort muss feucht sein, darf jedoch keine Staunässe aufweisen. Daher ist der Waldgoldstern vermehrt in Laubmischwäldern und Auenwäldern an halbschattigen Plätzen, wie beispielsweise Bachrändern, zu finden. Er kann eine Höhe von bis zu 20 cm erreichen.

Der Waldgelbstern blüht von März bis Mai und gehört daher zu den Frühblühern. Er ist an Hand seiner gelben Blüten, die an den Unterseiten grünlich gestreift sind, leicht zu erkennen. Die Blüten bestehen aus sechs Blättern, die strahlig und mit einer stumpfen Spitze versehen sind. Meistens finden sich an einem Stängel mehrere Blüten in doldenartiger Anordnung. Zwei lanzettliche Blätter befinden sich unter ihnen.

Die Blätter des Waldgoldsterns sind breit (oft ca. 1 cm), flach oder leicht gekielt und an der Spitze zusammengezogen, wie eine Kapuze. Dies unterscheidet ihn eindeutig von anderen Arten, wie dem Scharbockskraut. Der Blütenstand wird nicht von dem untersten Stängelblatt überragt, im Gegensatz zu Gagea pratensis.

In der Natur ist der Waldgoldstern, der zur Gattung der Goldsterne gehört, nicht häufig anzutreffen und steht daher unter Naturschutz. Tritt er jedoch auf, so zumeist in großer Anzahl. Oft befinden sich an seinen Standorten weitere Pflanzen, wie zum Beispiel Bärlauch oder Gelbe Windröschen. Da der Waldgelbstern zu den Zwiebelgewächsen gehört, überwintert er mit Hilfe einer Zwiebel, durch die sich die Pflanze auch ungeschlechtlich vermehren kann.

Der Waldgoldstern eignet sich für Wildblumengärten, da er ein typischer Frühblüher ist. Es wurde festgestellt, dass diese Pflanze Tulipsoid, ein Gift, enthält, weshalb der Waldgoldstern leicht giftig ist. Die Konzentration des Tiulipsoids ist jedoch nicht gefährlich und sogar geringer als bei Tulpen.