kein Bild vorhandenDie Grüne Nieswurz (Helleborus viridis), gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und ist eine zwischen 15 bis 40 Zentimeter groß werdende, mehrjährige krautartige Pflanze. Sie verfügt über wintergrüne, sieben bis elffach geteilte und lanzettförmige Laubblätter. Zu erkennen ist sie an ihren grünen Blüten mit den 5 Blütenblättern. Die Blütenstängel sind sehr oft verzweigt und haben an der Verzweigung ein geteiltes Hochblatt. Früher wurde die Grüne Nieswurz überwiegend zur Heilung von Vieh in Bauerngärten angebaut. Die Grüne Nieswurz ist genau wie alle anderen Arten eine Giftpflanze und steht unter Naturschutz. Ihre Blütezeit ist von März bis April, wo sie dann ihre aufrecht stehenden grün-weißen Blüten zeigt.
Da es sich bei den Blütenblättern eigentlich um Kelchblätter handelt, werden diese auch nicht abgeworfen und deshalb auch länger haltbar. Die Pflanze ist giftig für Vögel, Rinder, Pferde, Hasen, Hunde, Katzen und für alle Nager.

Andere deutsche Bezeichnungen für die Grüne Nieswurz sind bspw. Schneewurz, Kreschtwurzel, Feuerwurzel, Kristagel, Hallepulverpflanze, Geißglogge, Wrangenwurzel, Kristagel und Frang.

Der erste urkundliche Nachweis über die Grüne Nieswurz stammt aus dem Jahre 1798. Da sich diese Pflanze teilweise über Gartenabfälle verteilt hat, ist sie auch in der freien Natur ansässig geworden. Die grüne Nieswurz gedeiht in Laub- und Laubmischwälder, Gebüschen und Bergwaldränder in Ost- und Mitteleuropa und benötigt kalkhaltigen, feuchten und nährstoffhaltigen Boden. Heute ist der Grüne Nieswurz in der freien Natur nur noch selten zu finden.

Die Giftwirkung der Pflanze soll schon im Altertum bekannt gewesen sein, denn nach überlieferten Erzählungen, soll Solon im Jahre 600 v. Chr. einen Bach mit zerkleinerten Nieswurz-Rhizomen vergiftet haben, um so seine Feinde kampfunfähig zu machen. Kräuterbücher aus dem 16. und 17. Jahrhundert belegen allerdings auch, dass diese Grüne Nieswurz schon damals als Heilpflanze verwendet wurde. Da die Grüne Nieswurz eben über einige pharmakologisch wichtige und nützliche Inhaltsstoffe verfügt, wurde sie auch in Mitteleuropa angesiedelt.Forscher haben in dieser Pflanze Inhaltsstoffe entdeckt, die eine Krebs-Hemmende Wirkung zu scheinen haben und somit eine unkontrollierte Teilung von Krebszellen hemmen könnten.