kein Bild vorhandenDer Acker Rittersporn (Consolida Regalis) gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Die bis zu 45 cm hohe Pflanze ist einjährig und besteht aus einem Stängel, der mehrfach verzweigt ist. Die Blätter haben einen sehr kurzen bis gar keinen Stiel und erinnern aufgrund ihres zipfelartigen Aussehens ein wenig an Dill. Die Blütezeit des Acker Rittersporn ist in den Monaten Juni bis August. Bei den meisten Pflanzen sind die Blüten kräftig blau, es gibt aber auch weißen oder roten Rittersporn. Die Blüten sitzen traubenartig am oberen Teil des Stängels und bestehen aus mehreren Blütenblättern sowie einem nach hinten stehenden Sporn. Nach der Blüte entstehen sogenannte Balgkapseln, die den neuen Samen enthalten.

Der Acker Rittersporn ist überwiegend in Europa beheimatet, aber auch in Kleinasien, Armenien und Amerika ist er zu finden. Er wächst bevorzugt auf Äckern oder am Wegrand. Kalkhaltiger und nährstoffreicher Boden bekommt ihm dabei besser als ein saurer Untergrund. Rittersporn lässt sich sehr gut im Garten ansiedeln, wobei einem sonnigen Standort der Vorzug zu geben ist. In der Regel sät der Acker Rittersporn sich immer wieder von selbst aus, man kann aber den Samen auch sehr gut in Töpfen heranziehen. Da er nicht so groß wird wie der Gartenrittersporn, ist er auch für kleinere Gärten und Rabatten bestens geeignet.

Der Acker Rittersporn enthält Flavonoide und Anthocyanglykoside, weshalb ihm eine entwässernde Wirkung nachgesagt wird. Er wird häufig in Teemischungen verwendet, die zur Entschlackung oder Blutreinigung dienen. Die Blüten werden auch gern aus optischen Gründen in Teemischungen verwendet. Obwohl in allen Teilen der Pflanze giftige Diterpene enthalten sind, muss man dennoch keine Nebenwirkungen befürchten. Für den Tee verwendet man lediglich die Blüten, welche von Juni bis August ohne Stiel geerntet und langsam getrocknet werden. Wenn man ein Dörrgerät oder den Backofen zum Trocknen verwendet, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Temperatur unter 40°C bleibt. Zur Lagerung gibt man die Blüten am besten in luftdichte, dunkle Gläser, damit sie ihre ursprüngliche Farbe behalten.