Fruehlings-AdonisroeschenEinst allgegenwärtig, heute vielerorts ausgerottet!

Das in seinen Ansprüchen eigentlich weitgehend bescheidene Frühlings-Adonisröschen - botanisch Adonis vernalis genannt - zählte in Deutschland ursprünglich zu den verbreitetsten wildwachsenden Frühlingsblühern und besiedelte insbesondere arme, häufig kalkhaltige Böden, wie etwa Trockenwiesen und Feldraine, sonnige Fels- und Sandböden. gelegentlich auch Getreidefelder. Mit zunehmend intensiver landwirtschaftlicher Nutzung, Ausräumung von Feldrainen im Zuge von Flächenvergrößerungen und auch Überdüngung von Brachflächen wurden die Bestände immer mehr zurückgedrängt, so dass das Adonisröschen heute zu den geschützten Arten zählt.

Wissenschatlich gehört das Adonisröschen -Gattung Adonis- zur Familie Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse). Wie andere Pflanzen dieser Zuordnung ist es giftig und war auch daher von Landwirten häufig nicht gerne gesehen, wenn es galt, Wiesen zur Futternutzung für grasende Tiere wie Kühe zu optimieren. Die im Adonisröschen enthaltenen Stoffe sind herzwirksam und finden unter anderem in der Homöopathie durchaus Verwendung.

Das Erscheinungsbild der Pflanze ist - nicht zuletzt wegen der feinfiedrigen Beblätterung - durchaus reizvoll und kann in Steingarten-Ensembles reizvolle Akzente setzen. Je nach Bodenverhältnissen kann A. vernalis zwischen 10 und ca. 30 cm hoch werden, wobei in Kulturbeständen gezogene Pflanzen häufig wuchsfreudiger sind als die Wildform. Das Adonisröschen erfreut zudem schon im zeitigen Frühjahr - nach milden Wintern manchmal ab Ende März oder Anfang April - mit seinen leuchtend gelben, oft bis zu 7 oder 8 cm durchmessenden Blüten, die es allerdings meist nur zwei bis vier Wochen lang erscheinen lässt.

Frühlings-AdonisröschenLeider ist die Eingliederung dieser Pflanze in einen Heimgarten nicht immer einfach, wenn Klima oder Boden ihren Akklimatisierungsbedingungen nicht voll entsprechen. So ist auch die Vermehrung für den Hobbygärtner häufig problematisch. Eine Teilung wie bei anderen Stauden ist kaum möglich, da die Pflanze über einen kompakten Wurzelstock verfügt, der sich oft erst in großer Tiefe zu verzweigen beginnt. An günstigen Standorten sät sich die Pflanze bisweilen selbst aus, doch ist dies meist Glückssache. Störungen durch Überpflegen sollten vermieden werden.

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