leider kein BildGattung und botanischer Name

Das Wald-Windröschen ist eine Gattung der Windröschen und stammt aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Der botanische Name des Wand-Windröschens lautet "Anemone sylvestris".
Das Wald-Windröschens erhält häufig auch die Namen "Großes Windröschen", "Hain-Anemone" oder "Waldsteppen-Windröschen".

Die Verbreitung des Wand-Windröschens

Das Wand-Windröschen wächst auf hellen und trockenen Standorten und ist vorwiegend in den Mittelgebirgen Mittel-und Osteuropas sowie im Kaukasus anzutreffen. Es bildet häufig auf tiefgründigerem Boden wie Löss und Pararendzinen eine Gesellschaft mit Berg-Haarstrang oder auch Gehölzen wie wärmeliebende Gebüsche und Kiefernwälder.Man trifft sie bis zu einer Höhe von 1600 Metern an.
Früher war das Wald-Windröschen nahezu überall anzutreffen; mittlerweile ist es jedoch recht selten geworden und genießt daher in seinen Verbreitungsgebieten einen Schutzstatus.

Aussehen und Blütezeit der Pflanze

Das Wald-Windröschen ist eine sehr ausdauernde Pflanze und besitzt einen langen, geraden Stengel von maximal 40 Zentimetern und eine fünfblättrige, weiße Blüte mit einem Durchmesser von vier bis sieben Zentimetern. Die Pflanze entwickelt meist nur eine, duftende Blüte, die zwischen April und Juni erwacht und durchgehend blüht. Eine Unterscheidung in Kelch und Krone erfolgt nicht. Die Blütenhüllblätter sind an der Außenseite seidig behaart und umgeben zahlreiche gelbe Staubblätter. Daraus entwickeln sich winzige Nüsschen, welche nach ihrer Reife als Schirmchenflieger über den Wind ausgebreitet werden und so das Fortbestehen und Verbreiten des Wald-Windröschens sichern.

Nutzen und Verwendung als Heilpflanze und in der Gastronomie

Das Wald-Windröschen zeichnet sich durch die Anwesenheit von Protoanemonin und Saponin im Milchsaft des Stengels aus. Der Verzehr von frischen Pflanzen kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall bis hin zu schweren Kreislaufproblemen zur Folge haben. Im getrockneten Zustand werden die giftigen Bestandteile in ungiftige Teile - unter anderem Anemonsäure - umgesetzt.
In der heutigen Zeit spielt das Wald-Windröschen keine besondere medizinische Bedeutung mehr. Volkstümlich wurde es jedoch als Heilpflanze für Gelenk-und Lungenerkrankungen eingesetzt. Heute wird es in der Homöopathie gelegentlich für Zyklusstörungen verwendet.

In der Gastronomie findet das Wald-Windröschen aufgrund seiner Giftigkeit keine Verwendung.