KüchenschelleDie Küchenschelle ist ein krautartiges Gewächs, das zur Blütezeit etwa 15 Zentimeter und zur Fruchtzeit um die 40 Zentimeter hoch wird. Die rosettenförmig angeordneten Laubblätter erscheinen mit den Blüten. Von März bis Ende April / Anfang Mai blüht die Küchenschelle violett, als Zierpflanze gibt es auch Sorten die weiß oder rot blühen. An den leicht gebogenen Stengeln hängen die glockenförmigen Blüten, die stark gefiederten Blätter werden bis zu fünf Zentimeter hoch. Aus den buschigen, grauen Samenstände heraus, verweht der Wind die Samen in alle Richtungen

Die Blütezeit der Küchenschelle ist von März bis Ende April / Anfang Mai und ziehen Bienen und Hummeln an, auch die Ameisen lieben den Nektar und bedienen sich fleißig.

Die wissenschaftlich Pulsatilla vulgaris genannte Küchenschelle trägt auch den Namen Kuhschelle, von dem sich die Bezeichnung Küchenschelle (Kühchenschelle) ableitet. Die Luxemburger gaben der Pflanze den Namen Teufelsbart (Däiwelsbaart), in der Schweiz trägt die Küchenschelle den Namen Hahnenrose und wird im Schwizerdütsch Güggelrose genannt.

Auf Grund einer großen Ähnlichkeit wird die Küchenschelle gern in einem Atemzug mit den Anemonen genannt. Die Küchenschelle bildet jedoch im Gegensatz zu den Anemonen 'federschweifige Nüsschen' aus, beide Arten zählen zu einer eigenen Gattung. Neben der Pulsaltilla vulgaris ist auch die Wiesen-Küchenschelle (Pulsaltilla pratensis) in Deutschland verbreitet. Im mitteleuropäischen Osten findet man dagegen die Große Küchenschelle (Pulsaltilla grandis). Endemische Populationen entwickelten sich in isolierten Gebieten wie Gotland und an den Südhängen des Karwendel-Gebirges.

KüchenschellenDas Verbreitungsgebiet der Küchenschelle zieht sich von Frankreich bis hinauf nach Südschweden und von England bis nach Westpolen. Früher in Mittel- und Westeuropa weit verbreitet, ist die Küchenschelle heute recht selten geworden und ist vorwiegend noch in den Mittelgebirgen anzutreffen.

Die Küchenschelle ist in allen Bestandteilen sehr giftig, als Heilmittel wurde sie bereits in der Antike eingesetzt. Die Homöopathie nutzt Pulsaltilla gegen Menstruationsstörungen, Mittelohrentzündungen und häufig bei Erkältungskrankheiten.