Garten RitterspornDer Garten- Rittersporn, lateinisch Consolida ajacis, gehört zu der Familie der Hahnenfußgewächse und ist aus dem Mittelmeerraum zu uns nach Deutschland gekommen. Dort kommt er an Wegesrändern und auf Magerwiesen vor. Die Pflanze ist auch unter dem Namen Hyazinthen- Rittersporn bekannt.
Der Garten-Rittersporn blüht einjährig mit zahlreichen Blüten, die in aufrechten Trauben am Ende der Stängel und Äste sitzen. Die blauvioletten Blüten sind mit einem dünnen Sporn etwa 2 cm groß und zweiseitig- symetrisch.
Am Sporngrund wird der Nektar von den Nektarblättern abgesondert und kann nur von Hummeln oder einigen Schmetterlingen mit besonders langem Rüssel erreicht werden. Damit ist gesichert, dass die Insekten die Blüte bestäuben um an den Nektar zu gelangen.

Die Samen der Consolida ajacis sind schwarz, im Gegensatz zu der Consolida orientalis, die mit rötlich-blauen Blüten und braunen Samen ebenso in deutschen Gärten zu finden ist.
Überwiegen im Samen, weniger in den Pflanzenteilen, des Rittersporns kommen giftige Alkaloide vor und somit ist die Pflanze als giftig einzustufen. Das Toxin wirkt sich schnell lähmend auf die Nervenbahnen aus, eine tödliche Vergiftung ist aufgrund der geringen Giftwirkung aber extrem selten. Für Tiere, wie Hunde, Katzen und Kühe ist der Rittersporn allerdings eine Gefahr.

Garten RitterspornDie Blätter des Garten-Rittersporns sind finger- bis handförmig geteilt und von beiden Seiten mit einem kurzen Flaum versehen. Sie wachsen wechselständig, die unteren Stängelblätter sind lang gestielt und einfach oder doppelt gefiedert.
Die beliebte Gartenpflanze kann von circa 40 cm bis zu einem Meter hoch wachsen. Die Blütezeit des Rittersporns ist von Juni bis August.

Der Rittersporn liebt kalkhaltigen, sandigen Gartenboden, einen hellen, sonnigen Standort,wenig Bewässerung und ist damit eine anspruchslose Pflanze in Ziergärten.

In der Medizin war der Garten-Rittersporn schon früher als harntreibendes Mittel bekannt. Auch gegen Appetitlosigkeit und bei Wurmerkrankungen wurde er eingesetzt.
Im Mittelalter sollte der Rittersporn angeblich als Wundheilmittel und als Heilkraut bei Augenleiden helfen.