FieberkleeDer Fieberklee (Menyanthes trifoliata) ist auch unter unzähligen anderen Bezeichnungen bekannt, wie zum Beispiel Bitter-, Sumpf- oder Magenklee, Biber- oder Gallkraut und Ziegenlappen. Er gehört als einzige Art zur Gattung der Menyanthes. Der Fieberklee wurde in früheren Zeiten als Heilpflanze zur Behandlung von Fieber verwendet. Eine fiebersenkende Wirkung konnte allerdings nicht nachgewiesen werden. Er hat einen hohen Gehalt an Bitterstoffen und wird wegen seiner appetitanregenden und verdauungsfördernden Wirkung bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Auch verwenden einige Spirituosen-Hersteller Extrakte aus Fieberklee als Zutat für Magenbitter.

Der Fieberklee ist eine mehrjährige Pflanze, die vor allem in sehr feuchten Gebieten gedeiht. Die Pflanzen wachsen krautig und breiten sich schnell aus. Auch können sie bis ins Wasser hineinwachsen. Ihre Laubblätter und Blüten schwimmen dabei auf der Wasseroberfläche. Der Fieberklee trägt so zur Verlandung von Wasserflächen bei und schafft Lebensraum für andere Pflanzen.

Der Fieberklee erreicht eine Wuchshöhe von etwa 30 Zentimetern. Im feuchten Boden wachsen fingerdicke, kriechende Wurzeln, die aber auch unterhalb der Wasseroberfläche schwimmen können. Aus den Wurzeln wachsen Blätter und Blütenstängel. Die Blätter des Fieberklees sind dreigeteilt, ähnlich wie beim richtigen Klee. Jedes Blatt ist allerdings wesentlich größer – etwa zehn Zentimeter. Die zwittrigen Blüten sind weiß und auf den Innenseiten behaart. Sie sind etwa einen Zentimeter groß. Diese Haare können Farbschattierungen von rosa bis weiß aufweisen. Die Blüten wachsen in dichten Trauben auf einem blattlosen Blütenstängel. Die unaufgeblühten Blütenknospen sind kräftig rosa. Die Blütezeit ist von Ende April bis etwa Juni.

Der Fieberklee hat ein großes Verbreitungsgebiet – er kommt auf der ganzen nördlichen Hemisphäre vor. Man findet ihn sowohl im Flachland als auch in höheren Gebirgslagen in Feuchtgebieten, wie zum Beispiel in Sümpfen, Mooren und an Flussufern. Der Fieberklee steht hierzulande unter Naturschutz. Als Kulturpflanze ist die anspruchslose und pflegeleichte Pflanze für die Bepflanzung von Gartenteichen geeignet. Sie kann durch Teilung gut vermehrt werden.