kein Bild vorhandenHafer lat. Avena sativa ist eine Pflanzengattung, die zur großen Familie der Süßgräser gehört. Der Hafer ist eine einjährige, krautige Pflanze welche als Rispengras wächst. Die Hälme des Hafers sind im inneren hohl und rundlich. Der Fruchtstand des Hafers erscheint als Rispe. Dies unterscheident ihn von allen übrigen Getreidearten, welche Ähren als Fruchtstände ausbilden. Auch weist der Hafer nicht, die für andere Nutzgetreide, typischen Blattröhrchen auf. Die Blatthäutchen welche der Hafer bildet sind sehr schal und mittelgroß an den Kanten fransig gezähnt.

Wie schon erwähnt gehört der hafer zur Familie der Süßgräser (Poaceae), in die Unterfamilie der Pooideae. Die Ganze Familie der Süßgräser gehört zur Klasse der Einkeimblättrigen (Liliopsida) wo sie der Unterklasse der Commelinaähnlichen (Commelinidae) zugeordnet werden. Die Unterklasse schließt alle Pflanzen die zu den Süßgraßartigen (Poales) gehören mit ein.

Es gibt unterschiedliche Sorten von Hafer, welche alle über unterscheidende Pflanzenmerkmale verfügen. So bildet etwa der Nackt-Hafer (Avena nuda) keine Blatthäutchen aus, somit kann er leichter verarbeitet werden. Der Taube Hafer (Avena sterilis) bildet keine Fruchtstände aus, weswegen er vor allem in Ziergärten gepflanzt wird. Die am weitesten verbreitetste und in der Landwirtschaft bevorzugte Haferart ist der Saat-Hafer (Avena Sativa) welcher auch als echter Hafer bezeichnet wird. Dieser Hafer wird vor allem für die Produktion von Nahrungsmitteln und Tierfutter angebaut und ist sehr resistent gegen Schädlinge und Pilze.

Um sich ideal zu entwickeln, benötigt der Hafer ein gemäßigtes Klima mit vielen Niederschlägen. Die Hauptanbaugebiete sind in den Mittelgebirgen, im Vorland der Alpen und an Küstenregionen. Hafer hat sehr geringe Ansprüche an den Boden, auf dem er gedeiht. Er wird im Frühjahr ausgesät und ist ein typisches Sommergetreide. Die vollausgebildeten Rispen können ab Mitte August geerntet werden. In der Landwirtschaft wird der Hafer auch als "Gesundungsfrucht" bezeichnet, weil sich viele Schädlinge welche sich in Getreide vermehren im Hafer nicht vorkommen. Der durchschnittliche Ertrag für Hafer stagniert bei etwa 50 dt/ha, weil Hafer nicht weiter züchterisch aufgearbeitet wird.