kein Bild vorhandenDas Silbermoos hat den botanischen Namen Bryum argenteum und gehört zu den häufigsten Moosarten. Oftmals entsteht Silbermoos zwischen Pflastersteinen und an Gehwegsrändern, aber auch Mauern und Beeteinfassungen sind ideale Nährböden für Silbermoos. Die Moosart fühlt sich nur in sonnigen Gebieten wohl, wenn es schattig wird gelingt es anderen Moosarten sehr schnell das Silbermoos zu verdrängen. Das Silbermoos gehört zu den flächendeckenden Gewächsen und hat eine hellgrüne bis weiße Färbung. Nur bei genauer Begutachtung sind die kleinen Blättchen zu erkennen, die als Blüte der Pflanze bezeichnet werden, oberflächlich kann das Silbermoos mit einer Rasenfläche verwechselt werden. Je heller die Blüten des Silbermoos gefärbt sind, umso weniger Chlorophyll (Blattgrün) ist in der Pflanze enthalten.

Die Heimat der Pflanze liegt höchstwahrscheinlich in Südamerika und Brasilien, mittlerweile wächst und gedeiht Silbermoos allerdings weltweit. Da die Pflanze sehr anspruchslos ist, gibt es kaum einen Ort zwischen Betonwänden und Pflastersteinen an denen sich das Silbermoos nicht entwickeln könnte. Auch auf Wiesen und Feldern ist Silbermoos anzutreffen, hier wird es aber häufig gar nicht erkannt, da die Stämmchen nur etwa zwei Zentimeter hoch werden können. Silbermoos gehört zu den robustesten Pflanzen überhaupt, denn selbst Belastung durch menschliche Schritte stellen für die Pflanze kaum eine Beeinträchtigung dar. Nährstoffe und Wasser besorgt sich das Silbermoos aus der Erde unterhalb von Gebäuden und Steinen, selbst bei langanhaltender Trockenheit kann die Pflanze problemlos weiter leben.

An sehr trockenen Standorten beginnt produziert das Silbermoos nur einen Bruchteil an Chlorophyll, so dass an der Farbe der Pflanze erkennbar ist, wieviel Wasser und Nährstoffe sie in der letzten Zeit erhalten hat. Wenn der Winter beginnt, bilden sich an der Spitze der Pflanze rote, eiförmige Knospen, wodurch das Silbermoos von anderen Moosarten leicht zu unterscheiden ist. Silbermoos ist keine Zierpflanze, sie wird in Gärten nicht freiwillig angebaut, aber dennoch kommt sie fast in jedem Gebiet der Welt vor. Da das Silbermoos häufig in Kontakt mit menschlichen Schuhen und Autoreifen kommt, ist die Vermehrung sehr weitläufig, denn die Samen werden quasi überall verteilt und können ein neues Silbermoosbett entstehen lassen.