kein Bild vorhandenEine Augenweide!

Der weiße Diptam (Dictamnus albus) zählt zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae) und gehört zur Gattung der Diptam (Dictamnus).

Diese wunderschöne Wildpflanze zählt zu den Schönsten ihrer Art in ganz Europa und ist in freier Natur leider nur noch sehr selten zu finden. Sie wurde deshalb zu den gefährdeten Arten der Gefährdungsstufe 3 eingegliedert.

Um gedeihen zu können benötigt sie einen nährstoffreichen, kalkhaltigen und trockenen Boden in sonnigen Lagen, insbesondere an sonnigen Hängen. Überwiegend ist der "brennende Busch", wie die Pflanze auch genannt wird, in Europa beheimatet. Den Namen erhielt der weiße Diptam wegen seiner vielen Ätherischen Öle. Einige dessen Öle sind leicht entflammbar, wodurch es an sehr heißen Tagen zu Selbstentzündung kommen kann.

Diese überaus hübsche Pflanze erreicht eine Gesamthöhe bis zu über 1 Meter. An langen, geraden, aufrecht wachsenden Stielen befinden sich dunkelgrüne Blätter, welche Lorbeerblätter ähneln. An den oberen Enden dieses Stängels treiben in alle Richtungen Blüten aus, welche von atemberaubender Schönheit sind. Die Blüte besteht aus fünf zarten Blütenblättern. Diese blühen meist in einem kräftigen Violett und haben eine sehr große Ähnlichkeit mit den Blüten der Lilie. Selten kann man auch weiße Blüten bewundern. Durch die das vielzählige Vorkommen an Ätherischen Ölen verströmen die Blüten einen herrlichen Duft der an Zitrone, Vanille oder Zimt erinnert.

Nach der Blüte bilden sich längliche Fruchtkapseln in denen sich der Samen befindet. Wenn die Samen reif sind, springen die Kapseln auf und schleudern ihre Frucht bis zu 5 Metern weit.

Obwohl diese Pflanze wunderschön ist, wird sie von Gärtnern kaum kultiviert. Sie weißt verschiedene Giftstoffe aus und man sollte möglichst nur mit Handschuhen berühren, da der Kontakt mit ihr zu erheblichen Hautreizungen führen kann.
Trotz ihrer Giftigkeit wurde sie schon im Mittelalter als Harntreibendes Mittel eingesetzt und auch gegen Menunstrationbeschwerden bei Frauen angewendet.
Wegen ihres seltenen Vorkommens wird diese schöne Pflanze heutzutage in der Naturheilkunde kaum mehr angewendet.