kein Bild vorhandenEssbares Glück

Waldsauerklee (Oxalis acetosella) gehört zur Familie der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae).

Man findet ihn besonders häufig in schattigen bis dunklen Wäldern und Laubwäldern vor. Unter Fichten, Kiefern oder Latschen bilden sich oft ganze Kleeteppiche welche von April bis Juni in voller Blüte stehen. Oftmals sieht man in großen Teppichen vermischt mit dem Buschwindröschen. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich überwiegend auf der nördlichen Halbkugel bis nach Nordafrika.

Obwohl er dem bekannteren Wiesenklee sehr ähnelt, ist er mit ihm keineswegs verwandt.
Der Waldsauerklee wird etwa nur 15 cm hoch. Seine typischen Blätter gleichen denen des Wiesenklees, wodurch er seinen Namen erhielt. Die typische dreigeliederte Form ist auch sehr gut erkennen. Aus dem frischen, kräftigen Grün der Blätter wächst ein glatter, dünner Stängel. An ihm entfaltet sich eine sehr zarte Blüte, welche erst bei genauerem Betrachten ihre ganze Schönheit offenbart. Sie besteht aus fünf zarten Blütenblättern und erscheint in den Farben weiß bis rosa. Im Inneren sind die Blütenblätter mit einem kräftigen, lilafarbenen aderförmigen Muster durchzogen. Die Blüte ist weit geöffnet und somit auch für Hummeln und Bienen ein wertvoller Nektarspender.

Durch Selbstbestäubung vermehrt sich diese kleine Staude von alleine. Wie bei vielen Pflanzen ihrer Gattung schleudert sie ihren Samen nach der Reife bis zu zwei Metern weit aus einer Samenkapsel.

Das besondere an diesem Waldsauerklee sind eigentlich seine Blätter. Sie enthalten Kaliumoxalat, was auch als Kleesalz bezeichnet wird. Im Schwarzwald wurde bis in das 19. Jahrhundert noch aus dieser Pflanze das so genannte "Sauerklee - Salz" hergestellt. Heutzutage nutzt die Industrie diesen Klee zur Gewinnung von Kaliumsalz. Aber auch in der Küche kommt dieses Kraut zum Einsatz.
Es schmeckt vor alle Dingen hervorragend in Suppen oder Salaten. Auch für Dips und Dressings kann man es sehr gut verwenden.
Allerdings sollte man ihn nur sparsam verwenden. Es treten zwar selten Vergiftungserscheinungen auf, doch bei großem Verzehr kann es durchaus zu Magenbeschwerden kommen.