kein Bild vorhandenDas Stein-Goldhaarmoos trägt den botanischen Namen Orthotrichum anomalum und kommt überwiegend in europäischen Ländern vor. Sehr weit verbreitet ist das Stein-Goldhaarmoos in Deutschland, es wächst bevorzugt auf Mauern und Felsen, aber auch zwischen Gehwegplatten siedelt es sich an. Das Stein-Goldhaarmoos kann bis zu 2,5 cm. groß werden und hat in der Regel eine sehr dunkelgrüne Färbung. Die kleinen Blätter des Stein-Goldhaarmooses sind eiförmig und spitz zulaufend, die Außenkanten der Blätter sind eingerollt. Von einer weiten Entfernung wirkt das Stein-Goldhaarmoos wie ein Teppich, erst bei näherer Betrachtung können die feinen Blätter erkannt werden. Das Auffälligste an der Pflanze sind die langen, rötlichen Kapseln, die deutlich aus den Moosteppichen hervor ragen. Über der Kapsel befindet sich die sogenannte Kapselhaube, die von gold-gelben Haaren bedeckt ist, daher hat das Stein-Goldhaarmoos seinen Namen.

Stein-Goldhaarmoos kommt überall an Mauern, Wänden und in Wegeritzen vor, die Verbreitung der Samen erfolgt großteils durch den Menschen selbst, indem Samen der Pflanze an Schuhen und Autos haften bleiben und dann verteilt werden. Die Blüte des Stein-Goldhaarmooses liegt zwischen April und Juni, im Spätsommer sind nur noch grüne Teppiche zu beobachten, die sich über Mauern und Felsen erstrecken. Das Stein-Goldhaarmoos benötigt keinerlei Pflege, daher kann es auch ohne Hilfe des Menschen problemlos gedeihen. Selbst der stetige Kontakt mit Autoreifen, Schuhen und anderen Materialen hindern das Stein-Goldhaarmoos nicht an seiner Verbreitung.

Viele Moosarten werden miteinander verwechselt, dass Stein-Goldhaarmoos ist allerdings unverwechselbar, da es die rötlichen Kapseln trägt. Die Kapseln heben sich aus den Moosteppichen ab und lassen das Stein-Goldhaarmoos sehr schnell identifizieren. Die Hauptbesiedelung von Stein-Goldhaarmoos ist auf Mauern, Betonböden und Felsen, aber auch auf Bäumen findet sich diese Moosart. Da all diese Orte auch ideal für die Verbreitung anderer Moose sind, wachsen nicht selten verschiedene Moosgruppen nebeneinander. In der Regel dominiert allerdings eine Moosart und verdrängt die anderen Gewächse von der Stelle.