kein Bild vorhandenDie Sumpfschwertlilie trägt den botanischen Namen Iris pseudoacorus und stammt aus Eurasien. Die Sumpfschwertlilie gehört zu den mehrjährigen Gewächsen und steht in Europa unter besonderem Artenschutz. Hauptsächlich ist die Sumpfschwertlilie an Seen und anderen Gewässern zu finden, doch auch in Moorlandschaften kann sie heimisch werden. Wenn neue Sumpfschwertlilien in der Natur ausgebracht werden, ist eine Genehmigung notwendig, da es laut Bundesnaturschutzgesetz nicht gestattet ist, diese Pflanze wahllos zu verbreiten. Breitet sich die Sumpfschwertlilie jedoch auf natürliche Art und Weise aus, wird von der Behörde kein Einhalt geboten und die Pflanzen können sich entwickeln.

Die Sumpfschwertlilie gehört zu den mehrjährigen, krautigen Pflanzen und erreicht eine Höhe von etwa einem Meter. Die Blätter der Sumpfschwertlilie sind von grau-grüner Färbung und haben die Form eines Schwertes. Der ideale Standort für eine Sumpfschwertlilie ist im Wasser. In etwa kniehohen Gewässern gedeiht die Sumpfschwertlilie besonders gut, aber auch feuchte Lehmböden sind für die Pflanze geeignet. Die Sumpfschwertlilie hat es gern warm, allerdings schadet zuviel Sonneneinstrahlung der Pflanze, daher sind halbschattige Plätze besonders geeignet. Wichtig ist ein nährstoffreicher Boden, da die Sumpfschwertlilie eine verhältnismäßig anspruchsvolle Pflanze ist.

Die Blüten der Sumpfschwertlilie werden etwa 10 cm. lang, allerdings sind die Blütenblätter von unterschiedlicher Form. Der äußere Ring besteht aus hängenden Blütenblätter, in der Mitte drängen sich die Dornblätter aneinander. Der Stiel jeder Blüte wird zwischen drei und fünf Zentimetern lang. Die Blüten produzieren einen Nektar, der für Insekten unterschiedlichster Gattung ein Lockmittel darstellt. Überwiegend sind es Insekten mit einem langen Rüssel, die sich auf Sumpfschwertlilien nieder lassen und den Nektar genießen. Besonders Hummeln sind in der Nähe von Sumpfschwertlilien anzutreffen und sind an der Bestäubung maßgeblich beteiligt. Die Sumpfschwertlilie hat wie alle Irisarten einen automatischen Schutz gegen die sogenannte Eigenbestäubung. Wenn das Insekt seinen Rüssel aus der Blüte zieht, verschließt die Pflanze automatisch ihre Narben, so dass keine Bestäubung möglich ist. Erst bei einer anderen Sumpfschwertlilie kann das Insekt den Rüssel mit dem Nektar wieder einsetzen und die Pflanze bestäuben.