kein Bild vorhandenDie große Kapuzinerkresse trägt den botanischen Namen Tropaeolum majus und hat ihre Heimat in Peru. In Europa gehört die Kapuzinerkresse zu den einjährigen Pflanzen, allerdings wurde sie speziell kultiviert, denn in ihrer Heimat gehört die Kapuzinerkresse zu den mehrjährigen Gewächsen. Die Kapuzinerkresse gehört zu den Nutzpflanzen, da sie als Gewürz oder als Salat verzehrt wird. Die Blätter der Pflanze haben einen scharfen Geschmack und werden mitunter als Pfefferersatz genutzt. Auch die Blüten der Kapuzinerkresse werden als Nahrungsmittel verwendet, eingelegt in einer Essigmarinade werden sie als Ersatz für Kapern angeboten. In der Naturheilkunde wird Kapuzinerkresse gegen Entzündungen eingesetzt, da den Knospen eine antibakterielle Wirkung nachgesagt wird.

Da der Kapuzinerkresse eine Wirkung gegen Blattschädlinge nachgesagt wird, setzen Gärtner die Pflanze gern in Gewächshäusern und großen Pflanzenbeständen ein. Allerdings bringt diese Kresseart auch unangenehme Zeitgenossen auf den Plan, der große Kohlweißling nutzt die Kresse als Nahrungsmittel und meist sind dann gleich Dutzende Schädlinge vorhanden. Um die Raupen von der Kapuzinerkresse zu entfernen, müssen die betroffenen Pflanzen in der Regel abgeerntet und vernichtet werden, sind nur wenige Exemplare des Schädlings vorhanden, können befallene Blätter einfach abgeschnitten werden.

Die Kapuzinerkresse erreicht eine Wuchshöhe von etwa 30 cm, hin und wieder treten auch kriechende Exemplare mit einer Länge von 400 cm. auf. Wird der Pflanze eine Rankhilfe (Pflanzengitter) zur Verfügung gestellt, kann sie daran auf eine Höhe von vier Metern empor wachsen. Die Kapuzinerkresse verfügt über lange, weiche Stiele mit hellgrünen Blättern, die Blüte hat meist eine rötliche Färbung. Von der Pflanze geht ein sehr zarter Duft aus, an der die Kapuzinerkresse eindeutig identifiziert werden kann. Die Blütezeit der großen Kapuzinerkresse liegt zwischen den Monaten Mai und Oktober, danach wird sie abgeerntet und entsorgt. Durch ihre Kälteempfindlichkeit ist es in den europäischen Gebieten kaum möglich, die Kapuzinerkresse in der Freiheit überwintern zu lassen. Nur sehr wenige, wildwachsende Exemplare schaffen es zu überwintern und treiben im Frühjahr erneut aus.